Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 10.04.2012
um 09:01
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Gesellschaft
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Auf Einladung der evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft Kaiserslautern habe ich am ersten April im Rahmen der Tagung für beschäftigte in privatisierten Dienstleistungsunternehmen im Butenschoen-Haus Landau einen Vortrag über den demografischen Wandel gehalten.
Man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, dass mit diesem politisch besetzten Thema Ängste geschürt werden. Geburtenraten, die seit Jahren unter der Zahl der Sterbefälle liegen lassen die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter schrumpfen. Und eine höhere Lebenserwartung, bei meistens guter geistiger und körperlicher Fitness, führt dazu, dass die Gruppe der Rentner immer mehr zunimmt. Wir stehen in der Tat vor großen Verschiebungen der Bevölkerungsstruktur, die noch von den Anforderungen einer hoch technisierten Arbeitswelt überlagert werden. Trotzdem sollte der demografische Faktor als Chance gesehen werden. Die Fakten sind seit Jahren bekannt und wirtschaftliche Prozesse korrespondieren schon immer mit notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen. Hier gilt es den Hebel anzusetzen und niemand verbietet uns über einen Umbau der Gesellschaft nachzudenken, der den aktuellen Anforderungen gerecht wird.
Die Politik wird aber nicht müde, unter dem Vorwand Wachstum und Wohlstand zu erhalten, alle verfügbare Arbeitskräfte auf den Markt zu werfen. Frauen, höheres Rentenalter, schwächere Jugendliche und zugezogene Fachkräfte gelten fortan als zukünftige Ressourcen.
Das soll die Antwort auf den demografischen Wandel sein? Nein, da machen es sich unsere Volksvertreter zu einfach. Vorher stehen ganz andere Fragen an: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Ausbildungsreife, Integration und nicht zuletzt eine kritische Betrachtung der sozialen Systeme. Das ist der Schlüssel für einen gesellschaftlich vernünftigen demografischen Übergang.
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 28.03.2012
um 08:19
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Gesellschaft
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Sternschlepper Roschberg
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 28.03.2012
um 08:18
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Gesellschaft
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Ende letzten Jahres bin ich durch einen Artikel in der Saarbrücker Zeitung auf die Jugendgruppe „Sternschlepper“ in Roschberg aufmerksam geworden. Der kleine idyllische Ort befindet sich im nördlichen Saarland. Bereits bei meiner ersten telefonischen Kontaktnahme hat mir der Vorsitzende Interesse an einer Veranstaltung zugesagt, die am 26.März im Jugendraum stattfand. Neunzehn Jugendliche setzten sich mit meinen Fragen zu den Themen Alltag, Schule und Beruf, Gesellschaft und Soziales sowie Zukunft auseinander.
Ich hab mich in dieser Gruppe mit 15jährigen, die an diese Gemeinschaft herangeführt werden und jungen Erwachsenen, die weiterhin die Sternschlepper vertreten, sehr wohl gefühlt. Miteinander, Vertrauen und Zusammenhalt spielen eine große Rolle und spiegeln sich in den Antworten wieder. Schulabschluss und ein abgeschlossener Beruf sind wichtige Zielsetzungen. Und für die Zukunft wünschen sie sich ein sicheres soziales Umfeld, wollen Spaß am Leben haben und halten Weiterbildung für wichtig. In dieser Gruppe sind die Weichen richtig gestellt und das hat mit Sicherheit seinen Ursprung in Jugendklub und Familie.
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 11.02.2012
um 10:40
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Ausbildung und Beruf
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Veranstaltung beim Jugendstammtisch der Kompetenzagentur St. Wendel
Am Dienstag, den 28 Februar werde ich den Jugendstammtisch der Kompetenzagentur St. Wendel besuchen. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr. Junge Menschen brauchen auf ihrem Weg in die Welt der Erwachsenen Unterstützung. Ich möchte meine beruflichen Erfahrungen weiter geben und werde zu Beginn mit der Präsentation „Fit für den Beruf?“ in das Thema einführen. Danach hoffe ich auf eine spannende Gesprächsrunde. Wie denken die Jugendlichen über ihre Zukunft, welche Pläne haben sie und welche Probleme beschäftigen sie? Sie verdienen auf jeden Fall unseren Respekt und brauchen für eine realistische Lebensplanung Perspektiven. Ich freue mich auf diese Veranstaltung und wünsche mir viele interessierte Gesprächspartner.
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 28.12.2011
um 09:23
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Ausbildung und Beruf
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Ersten Berufsabschluss zum Regelabschluss erklären
Der neue Präsident der Kultusminister, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, will sich um einen"vernachlässigten Lebensabschnitt "kümmern: den Übergang ins Berufsleben.
- Auszug aus Welt Online vom 28.12.11 -
Welt Online: Gibt es ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?
Rabe: Ich will mich um einen bisher ziemlich vernachlässigten Lebensabschnitt kümmern:den Übergang von der Schule ins Berufsleben. Die Pisa-Studie hat uns dafür sensibilisiert,wie viele Fehler deutsche Schüler in Englisch oder in Mathematik machen. Aber dasLebensglück vieler junger Menschen entscheidet sich erst nach der Schule. Kein Experte kannnoch überblicken, wie viele und welche Maßnahmen es in diesem Übergangssystem gibt. Hierherrscht Chaos, da wir müssen aufräumen. Mir geht es vor allem um die, die vielleicht in derSchule nicht zu den Starken gehörten, für die das Arbeitsleben aber neuen Rückenwindbedeuten würde. Sie dürfen wir nicht hängen lassen. Wir sind viel zu vorsichtig, öffentlichauszusprechen, an welchen Schulen oder in welchen Bundesländern es besonders gut oderschlecht klappt, etwa sozial benachteiligte Schüler zum Bildungserfolg zu führen.
Welt Online: Das Credo aller Parteien lautet, der mittlere Schulabschluss muss derRegelabschluss sein. Ist das sinnvoll?
Rabe: Langfristig ja, aber kurzfristig wäre ich froh, wenn alle wenigstens den erstenSchulabschluss schaffen würden. Ich fände es jedoch sinnvoller, wenn der ersteBerufsabschluss zum Regelabschluss erklärt würde. In Hamburg haben wir uns in dasRegierungsprogramm geschrieben, dass wir dafür sorgen wollen, dass alle Kinder entweder das Abitur machen oder eine Berufsausbildung abschließen. Damit gibt es an uns Politikerden Anspruch, die Schüler führend bis zum Berufsabschluss zu begleiten
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 23.12.2011
um 17:03
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Ausbildung und Beruf
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Übergang von Schule in Beruf verbessern
Zum Artikel „Jugendliche stark machen für ihre Zukunft“ (SZ vom 20. Dezember)
Die Hürde Schulabschluss ist für viele Jugendliche ohne oder mit Migrationshintergrund aus unterschiedlichen Gründen zu hoch. Wenn es gelingt, junge Menschen so zu fördern, dass sie einen Ausbildungsplatz erhalten, gewinnen sie an Selbstwert und können am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
So gesehen, kann man die geplante Zusammenarbeit aller Akteure im Landkreis Neunkirchen begrüßen. Bisher ist der Übergang von der Schule in den Beruf eher durch ein Zuständigkeitsgerangel zwischen mehreren Ministerien und einer Flut nicht aufeinander abgestimmter Maßnahmen geprägt. Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung für das brisante gesellschaftliche Thema? Hier ist die Politik gefordert.
Karl Josef Boussard, Selbach
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 15.12.2011
um 17:59
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Ausbildung und Beruf
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Der Rundfunksender SWR hat dieser Tage ein bemerkenswertes Projekt vorgestellt. Jugendliche, die im schulischen System gescheitert sind, entdecken durch Mitarbeit in einer Lackierwerkstatt Interesse für einen Beruf. Hier werden sie respektiert und können ihre Fähigkeiten bei der Restauration von Oldtimern einbringen. Der Verein Riverside Kustomz e.V. gibt ihnen dazu die Chance auf einen Ausbildungsberuf. Fünf Jugendliche werden zurzeit als Fahrzeuglackierer
ausgebildet. Schulsozialarbeiter Markus Sansa und Lackiermeister Oliver Wagner haben dieses vorbildliche Projekt vor zwei Jahren in Kehl am Rhein auf den Weg gebracht. In Zeiten des Fachkräftemangels müsste dieses vorbildliche Engagement finanzielle Unterstützung durch Unternehmen erfahren können.
Weitere Informationen: www.riverside-kustomz.de
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 06.12.2011
um 17:57
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Ausbildung und Beruf
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Ohne Schulabschluss und ohne Ausbildungsberuf sinken die Chancen auf einen Arbeitsplatz gegen Null. Real beginnen Jugendliche immer später mit der Ausbildung oder werden nach der Schulpflicht in ein teures und unabgestimmtes Übergangssystem umgeleitet. Das betrifft immerhin ein Drittel eines allgemeinbildenden Jahrganges. Und damit stellt sich die Frage der Verantwortung. Hier ist die Politik gefordert. Der gesellschaftliche Auftrag, Jugendliche an ein eigenständiges Leben heranzuführen, gebietet die Entwicklung und Umsetzung einer einvernehmlichen und zielführenden Strategie. Vor diesem Hintergrund diskutierten, unter der Moderation von SZ Redakteur Dagobert Schmidt, Fachleute aus Verwaltung, Schulen und Betrieben, die ihr Ohr noch an der Basis haben, am Dienstag den 29. November, im Unternehmer- und Technologiezentrum St. Wendel. Nach der Begrüßung durch Bernhard Schmidt von der Wirtschaftsförderung St. Wendel versuchte ich in einem Impulsreferat auf die Problematik einzustimmen. Das gesellschaftlich brisante Thema behandele ich zudem ausführlich in meinem aktuellen Buch „Den Absprung wagen“.
Die Fachleute Hubert Gottschlich, Schulleiter Berufsbildungszentrum St. Wendel, Klaus Hubert, Waldorfschule Nahe-Hunsrück, Harald Becker, kommunale Arbeitsförderung St. Wendel, Helmut Zimmer, selbstständiger Unternehmer und Nadja Flammann, Bundesagentur für Arbeit stellten in einer ersten Bestandsaufnahme einvernehmlich soziale Mängel der Jugendlichen vor einem sachkundigen Publikum fest. Nach einer guten und informativen Diskussion bleibt festzuhalten: Es gibt viele engagierte Akteure, aber keine verbindliche Strategie. Zuständigkeitsgerangel und Maßnahmendschungel müssen beseitigt werden. Vorhandene Defizite der Jugendlichen haben in den meisten Fällen in der Familie ihren Ursprung. Wenn wir Jugendliche fit für den Beruf machen wollen, kommen wir nicht umhin die Rolle der Eltern zu hinterfragen. Es gibt viel zu tun für die Politik.
Veröffentlicht von Karl Josef Boussard am 28.11.2011
um 09:35
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Ausbildung und Beruf
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Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land WFG und die Waldorfschule Saar-Hunsrück laden am 29. November ab 18 Uhr 30 zur Podiumsdiskussion „Fit für den Beruf?“ ein. Die Veranstaltung findet im Unternehmer- und Technologiezentrum St. Wendel, Werschweilerstraße 40, statt. B. Schmidt stellt in seiner Begrüßung den erfolgreichen Ausbildungs- und Fortbildungsförderverein St. Wendel vor. Danach werde ich in einem Impulsreferat die komplexe und schwierige Situation beim Übergang von der Schule in den Beruf beleuchten. Dagobert Schmidt, SZ Redakteur,Redaktion St. Wendel, übernimmt die Moderation und diskutiert mit Fachleuten aus Schulen, Unternehmen und Verwaltung Fragen, die gesellschaftliche und politische Verantwortung einfordern. Warum scheitern so viele Jugendliche an den Hürden Schulabschluss und Berufseinstieg? Wer ist verantwortlich für die Ausbildungsreife? Wie erlangen Jugendliche eine Berufswahlreife?Wie kann der Übergang in die Berufswelt verbessert werden?
Unsere Jugend lebt heute in einer Welt, in der Eltern keine Zeit mehr haben,Schulnormen nicht mehr der Arbeitswelt entsprechen, die Berufswahl sehr komplex ist, die Wirtschaft nur die Besten will und teure und ineffektive Übergangsmaßnahmen als Versorgung gelten. Diesen gesellschaftlichen Herausforderungen müssen wir uns stellen und jungen Menschen berufliche Perspektiven für ein eigenständiges Leben bieten.